Die Geschichte der Haartransplantation ist noch recht jung. Im Jahre 1939 behandelte ein japanischer Chirurg zunächst nur Brandopfer mit der Punch – bzw. Stanztechnik. Nach einiger Zeit wurde die Technik auch bei erblich bedingtem Haarausfall erfolgreich angewendet. Im Laufe der Jahre entwickelten sich fortschrittlichere Methoden wie z.B. die FUT-Streifenentnahme. Die derzeit modernste Technik der Haartransplantation ist die FUE=Follicular Unit Extraction bei der die Haare in einzelnen „Büscheln“(1-5 Haare)  entnommen werden. Weiterführende Informationen finden Sie auf den folgenden Seiten:

Welche Haarverpflanzungs-Techniken gibt es?
  1. Punch-bzw. Stanztechnik
  2. Streifenentnahme & Einsetzung Mini/Micrografts (MMG)
  3. Streifenentnahme & Einsetzung follikularer Einheiten ( FUT)
  4. Follicular Unit Extraction (FUE)
Punch-bzw Stanztechnik:

Als Pioneer dieser Methode ist der japanische Dermatologe Dr. Okuda bekannt. Dieser verpflanzte erstmal Haare, indem er kleine, runde Zylinder zunächst für die Entnahme der Haare und danach für deren Implantation benutzte. Anfänglich war diese Methode jedoch nur für Brandopfer gedacht. Ziel war es deren völlig zerstörte Ästhetik wieder einigermaßen herzustellen. Erst im Laufe der Jahre wurde diese Technik auch für erblich bedingten Haarausfall genutzt.

Die Punchtechnik wird ihrem Namen vollkommen gerecht, da sie sehr grob und nicht präzise ist. Der englische Begriff „Punch“ heißt im Deutschen soviel wie „Schlag“, „Locher“ oder auch „Stanze“, woher die Bezeichnung Stanztechnik kommt. Bei dieser veralteten Methode wird zunächst, mit Hilfe eines kleinen runde Zylinders ein ca. 2 – 4mm großes, mit Haaren bewachsenes Hautstück entfernt. Im Anschluss daran wird dem Patienten mit einem Zylinder der gleichen Größe ein Loch in die kahle Kopfhaut gestanzt und das Hautstück mit dem Haarbüschel eingepflanzt.

Der große Nachteil dieser Methode ist das unnatürliche Aussehen, da oft Lücken zwischen den einzelnen implantierten Haarbüscheln oder auch Haarinseln genannt, entstehen und eine Haartransplantation aufgrund des künstlichen Aussehens sofort bemerkt werden kann.

Streifenentnahme & Einsetzung Mini/Micrografts (MMG)

Im Zuge der Weiterentwicklung der Punchtechnik, wurde die Steifenentnahme und die darauf folgende Einsetzung von Kleinsttransplantaten (Micrografts) angewendet. Dabei wird dem Patienten ein dünner Hautstreifen, oft vom Hinterkopf, mit Hilfe eines Skalpells entnommen.
Im Anschluss wird dieser Streifen in kleine Hautstücke, sogenannte Haarinseln zerteilt, die daraufhin präpariert und zur Implantation vorbereitet werden. Im Laufe der Zeit wurden die Haartransplantate immer kleiner wodurch die Behandlung subtiler und präziser wurde.

Streifenentnahme & Einsetzung follikularer Einheiten (FUT)

Diese, derzeit am häufigsten durchgeführte Technik der Eigenhaartransplantation, ist die Weiterentwicklung ihres Vorgängers. Hierbei werden nicht mehr kleine Hautteile verpflanzt, sondern follikulare Einheiten (follicular Units).

Zunächst wird auch hier ein Hautstreifen aus dem Haarkranz entnommen und daraus kleine Grafts/follikulare Einheiten gewonnen. Unter dem Mikroskop kann man erkennen, das Haare nicht einzeln in einer gewissen Ordnung, sondern zusammen in Büscheln (1-5 Haare) wachsen, die follikulare Einheiten genannt werden. Diese werden unter einem hochauflösendem Mikroskop vom Hautstreifen extrahiert und sofort danach in das Verpflanzungsgebiet implantiert. Die kleinen Löcher, in die die Grafts eingesetzt werden, wurde vorher mit einer feinen Nadel geöffnet.

Nachteil dieser Methode ist die zurückbleibende Narbe am Hinterkopf.

Follicular Unit Extraction (FUE)

Die junge und sehr moderne FUE-Technik unterscheidet sich von der FUT-Technik nur während der Haarentnahme. Diese werden nämlich nicht auf  einem Hautstreifen, sondern einzeln in ihren follikularen Einheiten extrahiert.

Der große Vorteil hierbei ist, dass keine lange Narbe entsteht und diese Methode sehr schonend für die Kopfhaut ist.