Die FUE-Methode gilt international als die modernste und schonendste Methode der Haartransplantation. Sie zeichnet sich in der Entnahmetechnik der Spenderhaare aus und unterscheidet sich dahingehend von der FUT-Streifenentnahme.

Vorteile der FUE-Technik im Überblick:
  • Optimale Schonung der Haarwurzel durch besonders sanfte Entnahme.
  • Kein längliche Narbe, da kein Streifen entnommen wird, sondern einzelne Grafts. Daher sind auch Kurzhaarfrisuren möglich
  • Verpflanzung von körpereigenen Haaren, wodurch eine hohe Haardichte erzielt werden kann, ist möglich.
  • Flexibilität des Patienten durch Transplantation von einzelnen Grafts.
  • Absolut natürliches Ergebnis aufgrund individueller Implantierung der Grafts.
  • Sehr gut für einzelne Stellen wie Geheimratsecken geeignet.
  • Keine Nähte.
  • Schnelle Wundheilung.
Die Vorteile im Detail:

Bei der Follicular Unit Extraction werden die Haare einzeln, in kleinen Einheiten und nicht auf einem Hautstreifen vom Hinterkopf entnommen. Daher gibt es keine längliche, oft sichtbare Narbe. Stattdessen bilden sich kleine rötliche Krusten auf der Kopfhaut, an den Einstichstellen. Diese fallen jedoch innerhalb weniger Tage ab, sodass jediglich Mikro-Narben entstehen, die mit der Zeit immer mehr verblassen. Die Kopfhaut kann sich vollständig regenerieren. Wenn mit der FUT-Technik gearbeitet wird, entsteht immer eine Narbe. Die zwar sehr dünn und fein, aber dennoch sichtbar ist, wenn sich jemand seine Haare sehr kurz schneidet. Das heißt, generell ist eine Kurzhaarfrisur möglich, jedoch sollten die Haare eine Länge von mindestens 0.5-1cm haben, damit die Narbe überdeckt wird und von Außenstehenden nicht mehr gesehen werden kann.

Die Körperhaartransplantation ist ein weiterer großer Vorteil, den die FUE-Methode bietet.

Dabei werden die Haare auch einzeln entnommen. Der Entnahmebereich kann hierbei die Brust, der Bart, der Rücken oder Bauch sein. In Frage kommt die Körperhaartransplantation für Menschen, die nicht mehr genügend Spenderhaare (Donorgebiet) zur Verfügung haben. Da diese Art der Haartransplantation nur in Einzelfällen zur Anwendung kommt, ist die Erfolgsrate nicht ganz so hoch, wie bei der Transplantation von Kopfhaaren.

Des Weiteren können auch Narben von Unfällen oder Operationen mit Hilfe der FUE-Technik bedeckt und verschönert werden.

Gerade auch wenn Geheimratsecken oder kleine Stellen gefüllt werden sollen, bietet sich sie Follicular Unit Extraction an, da nicht extra ein Hautstreifen entnommen werden muss. Somit auch keine Narbenbildung. Es kann gezielt eine kleine Menge an Grafts vom Haarkranz entnommen und daraufhin eingepflanzt werden.

Da keine Narbe entsteht, gibt es auch nach der Behandlung keine Spannung am Hinterkopf die häufig nach der FUT-Technik verspürt wird. Die Wundheilung verläuft oft schneller und schmerzfreier. Darüber hinaus müssen, aufgrund der nicht entstehenden Narbe, keine Fäden gezogen werden.

FUE-Technik: Streifenrasur/ Teilrasur/Komplettrasur

Da die Haare einzeln entnommen werden ist eine Rasur der Kopfhaare erforderlich. Dabei ist es wichtig, dass der Arzt freie Sicht auf die Kopfhaut hat, von der die Grafts entnommen werden. Dies geschieht mit einer feinen, dünnen Hohlnadel, die den kleinen „Haarbüschel“ umfasst und herauszieht.

In der Regel ist eine vollständige Rasur der Haare nötig. Ausnahmefall ist, wenn nur eine geringe Anzahl an Grafts versetzt werden soll. Hierbei ist eine Teil-bzw. Streifenrasur möglich.